Deutscher Amateur-Radio-Club e.V
Ortsverband Husum M04
Ein Mini-PC im Schafspelz
Der Raspberry Pi ist ein Einplatinencomputer, der von der britischen Raspberry Pi Foundation entwickelt wurde. Der Rechner enthält ein Ein-Chip-System von Broadcom mit einem ARM-Mikroprozessor, die Grundfläche der Platine entspricht etwa den Abmessungen einer Kreditkarte. Der Raspberry Pi kam Anfang 2012 auf den Markt; sein großer Markterfolg wird teils als Revival des bis dahin weitgehend bedeutungslos gewordenen Heimcomputers zum Programmieren und Experimentieren angesehen Der im Vergleich zu üblichen PC sehr einfach aufgebaute Rechner wurde von der Stiftung mit dem Ziel entwickelt, jungen Menschen den Erwerb von Programmier- und Hardware­kenntnissen zu erleichtern. Dieser "Mini-PC   wird sehr günstig verkauft, der Preis beträgt nur ca 5-50 Euro je nach Modell.
Der Name wird wie raspberry pie ausgesprochen, das englische Wort für Himbeerkuchen. Das „Pi“ steht für „Python interpreter“, ursprünglich sollte der Rechner mit fest eingebautem Interpreter für die Programmiersprache Python geliefert werden, ähnlich wie bei den Heimcomputern der 1980er-Jahre fast durchweg ein BASIC-Interpreter eingebaut war. Ein Prototyp mit einem Atmel-ATmega644-Mikrocontroller wurde im Jahr 2006 produziert. Die Leistungen des Gerätes überzeugten die Entwickler nicht. Wegen des damals beginnenden Booms von Smartphones kamen jedoch geeignete ARM-Prozessoren auf den Markt. Man fand mit dem BCM2835 einen günstigen Prozessor mit verhältnismäßig hoher Leistung und entwarf für diese CPU eine neue Mehrlagenplatine.
Die Entwicklung des Raspberry Pi wurde mit mehreren Auszeichnungen bzw. Ehrungen bedacht. Es existiert ein großes Zubehör- und Softwareangebot für verschiedenste Anwendungsbereiche. Verbreitet ist beispielsweise die Anwendung als Mediacenter, da der Rechner Videodaten mit voller HD-Auflösung (1080p) dekodieren und über die HDMI-Schnittstelle ausgeben kann. Als Betriebssystem kommen vor allem angepasste Linux-Distributionen mit grafischer Benutzeroberfläche zum Einsatz; für das neueste Modell existiert auch Windows 10 in einer speziellen Internet-of-Things-Version ohne grafische Benutzeroberfläche. Der Startvorgang erfolgt von einer wechselbaren SD-Speicherkarte als internes Boot-Medium. Eine native Schnittstelle für Festplattenlaufwerke ist nicht vorhanden, zusätzlicher Massenspeicher kann per USB-Schnittstelle angeschlossen werden, z. B. externe Festplatten/SSDs oder USB-Speichersticks.
Am 14. Mai 2013 kam ein Kameramodul für den Raspberry Pi in den Handel. Am 7. April 2014 angekündigt und seit dem 9. Juni 2014 lieferbar  ist das Raspberry Pi Compute Module, ein Raspberry Pi in der Größe und mit dem Aussehen eines DDR2-SODIMM-Speichermoduls. Das Modell entspricht etwa den technischen Spezifikationen des Modells A, verfügt jedoch zusätzlich über 4 GB eMMC-Flashspeicher. Da dem Modul die üblichen I/O-Anschlüsse fehlen, lassen sich diese bei Bedarf über ein optionales I/O-Board nachrüsten. Am 14. Juli 2014 wurde das Modell B+ vorgestellt. Bei diesem wurde die Anzahl der GPIO- und der USB-Ports erhöht, die Leistungsaufnahme verringert und die Audioausgabe verbessert. Der SD-Kartenslot wurde von einem kompakteren Micro-SD-Kartenslot abgelöst. Das Modell B+ ersetzt das gleich viel kostende Modell  Erstmals mit dem Modell B+ wurde eine offizielle Spezifikation für Erweiterungsplatinen, sogenannte HATs (HAT: Hardware attached on top), vorgestellt.
Am 10. November 2014 wurde das Modell A+ vorgestellt. Während das Modell A als eine teilbestückte Version des Modells B angesehen werden kann, handelt es sich bei Modell A+ um eine Neuentwicklung, welche günstiger und kompakter ist. Es verfügt wie das Modell B+ über einen 40-poligen Anschluss für Erweiterungsplatinen (HATs) und einen Micro-SD-Kartenslot, ist aber etwa ein Viertel kürzer als Modell A, B und B+.
Raspberry Pi 2 Model B im transparenten Gehäuse
Am 2. Februar 2015 wurde der Raspberry Pi 2 Model B vorgestellt, obwohl Eben Upton noch im Juli 2014 bekannt gegeben hatte, dieses würde nicht vor 2017 erscheinen. Dessen Ausstattung ist dem Modell B+ sehr ähnlich, besitzt nun jedoch 1 GB Arbeitsspeicher und einen Vierkernprozessor vom Typ Broadcom BCM2836 auf ARM-Cortex-A7-Basis mit einer Taktfrequenz von bis zu 900 MHz. Das neue Modell soll bei Multithreading-Anwendungen bis zu sechsmal schneller als seine Vorgänger sein und sowohl Ubuntu Core Snappy als auch Microsoft Windows 10 unterstützen.  Auf der Entwicklerkonferenz „Build 2015“ von Microsoft wurde Windows 10 IoT (Spezielle Version von Windows 10 für „Internet of Things“-Geräte) offiziell angekündigt.
Am 26. November 2015 wurde der Raspberry Pi Zero vorgestellt. Die Ausstattung ähnelt der des Model A+, jedoch taktet der Prozessor nicht mehr mit 700 MHz, sondern mit 1 GHz und die Platinenbreite wurde von 56 mm auf 35 mm verringert. Der HDMI-Steckverbinder wurde durch den kleineren Mini-HDMI ersetzt und die USB-A-Buchse durch die kleinere Micro-USB-Buchse (B). Die 40-polige Stiftleiste für die GPIO-Pins ist ebenso wie der FBAS-Videoausgang nicht bestückt. Doch nun zu praktischen Teilen aus dem Bereich Amateurfunk und Technik.
 
Raspberry PI und Amateurfunksoftware lösen Kondesatoren, Draht und Spule ab
Eine verblüffendste Amateurfunk-Anwendung ist das WSPR-Projekt. Grundsätzlich ohne jede weitere Hardware als den Raspberry PI selber, kann man mittels einer kleinen Software sofort auf Sendung gehen. Die ca. 10mW werden dabei direkt von Raspery-Pi gewonnen. Die Sende-Frequenz und alle anderen wichtigen Parameter werden mittels der kleinen Software namens „WsprryPi“ eingestellt. Da natürlich Bauteiltoleranzen des RPI berücksichtig werden müssen, sollte man die eingestellte Frequenz mit der tatsächlichen Sendefrequenz überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Das ein ungefiltertes Signal von einer digitalen Einrichtung so nicht verwendet werden sollte muss jedem Funkamateur klar sein Ein Bandpassfilter in der Atennenleitung ist auf jedem Fall zu empehlen.
Es hat einmal einer behauptet, wenn WSPR geht, dann geht auch CW und SSB. Dies ist mit SSB mittlerweile wohl Realität geworden.
WsprryPi
SSB Modulation
Link zum Download der Software
Nur mit Software und einem Raspberry
SSTV stand anlone
Auch SSTV stand alone ist möglich
Vor einigen Monaten wurde ein per Software schaltbarer Filter für den Raspberry PI vorgestellt. Somit ließe sich wohl eine automatische WSPR-Bake betreiben die selbstständig Bandwechsel vornimmt und dann die entsprechenden Bandfilter gleich mit umschaltet.
Bandfilter für Raspberry PI
Infos überBandpass-Filter
Raspberry PI als FM-Sender
Den Aufbau und die Software für einen einfachen FM-Sender beschreibt der Link hier
In dem Blog von OK1CDJ wird hier der Aufbau eines Mehrfachbandfilters beschrieben
Wenn es um die Beschreibung von Bandfiltern kommt man nicht an DG0SA vorbei
Vor einiger Zeit ist bekannt geworden, dass man USB-Sticks mit dem RTL-2832U-Chip auch wunderbar als SDR-Empfänger benutzen kann. Diese USB-Geräte sind für relativ wenig Geld zu bekommen und sind bekannt als DVB-T-Stick, meistens mit FM Radio.Vor 3 Jahren habe ich auch schon den Einsatz von einem einfachen DVBT-Stick als hochwertigen SDR Receiver beschrieben, siehe SDR-Konverter hier auf der Webseite
Nicht nur das man mit einem Raspberry PI und einem solchen USB-Stick auf einfache Weise einen SDR-Empfänger stricken kann, selbst für einen SDR-Server gibt es eine Bauanleitung. So kann der SDR-Empfänger getrennt vom Bediener stehen und mehrere Leute können aus der Ferne via Internet auf den Empfänger zugreifen.
SDR Empfänger und SDR-Server
SDR-Server
OM ZR6AIC beschreibt den Aufbau und die Inbetriebname eines einfachen SDR-Servers auf der Basis eines Rasperry PI
Wer in Real Time die Flugbahnen von Satelliten verfolgen oder vorausberechnen  möchte, kann auch den kleinen Raspberry PI dafür nutzen. Auch hier gibt es spezielle Software. Es ist zwar keine spezielle Software für Klein-PCs, soll aber hier dennoch Erwähnung finden. Vielleicht ist „Gpredict“ auch eine gute Beschäftigung für den PI wenn man doch keine dauerhafte Verwendung für den Raspberry gefunden hat.
Gpredict sieht nett aus, auf dem Bildschirm erfüllt es doch seinen Zweck für die Verwendung beim Amateurfunk.
Gpredict
Hier findet ihr den passenden Link zum OM OZ9AEC
Satellitenbahnen berechnen und Satelliten beobachten
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